29.01.2026

Am 13.01.2026 empfing das DIZG den Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. med. Ralf Hoffmann.

Neben der Besichtigung des Neubaus war der Austausch wichtig – insbesondere über die medizinische Bewältigung zukünftig denkbarer Krisenfälle. Das Fazit: Es ist notwendig, sich auf eine hohe Anzahl zu erwartender komplexer Verletzungsbilder einzustellen – auch im DIZG.

Dazu gehört:
🎯die Bereitstellung ausreichender Zellkulturkapazitäten in Deutschland durch das gemeinnützige Institut
🎯 die Ausweitung der postmortalen muskuloskelettalen Gewebespende und Hautspende

Für die Rekonstruktion großer Weichgewebedefekte müsse eine ausreichende Versorgung mit allogenen azellulären Dermis-Transplantaten gewährleistet sein – so wie das Vorhandensein allogener Röhrenknochensegmente für die Rekonstruktion ausgedehnter Hartgewebedefekte.

Eine spezifische Herausforderung sei die Versorgung mit speziellen Carrier-Transplantaten für die Geweberekonstruktion bei vorhandenen ausgedehnten Infektionen.

Die postmortale Gewebespende kann nur geschehen bei den klinischen Maximalversorgern, in Universitätskliniken, in rechtsmedizinischen Instituten oder durch die Gewebeeinrichtungen, die im klinischen Umfeld bisher z. B. auf die Cornea-Spende fokussiert sind“, so Geschäftsführer des DIZG Jürgen Ehlers.

Hier muss dringend seitens der ärztlichen und kaufmännischen Klinikvorstände und Geschäftsführungen und aller weiteren Beteiligten die Umsetzung und Ausweitung der postmortalen muskuloskelettalen Gewebespende engagiert unterstützt werden“, stellte GOSA Dr. med. Hoffmann abschließend fest.

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